Feuerteufel, Band 5 der neuen Krimiserie aus La Palma
Tatort La Palma, Band 5

Leseprobe:

 

Das ist schnelle Arbeit Inspector. Schnell und effizient. Sie sollten sich mal ein Beispiel dran nehmen!"

"Wen haben wir?", wunderte sich Acosta und sah González aus großen Augen an. Er konnte sich gar nicht erinnern, daß sie im Augenblick hinter jemanden her waren.

"Guter Mann,  die ganze Insel fragt sich, wer letzte Woche diese Feuer gelegt hat. Man erwartet von der Polizei, daß sie umgehend den Täter ausfindig macht, und was machen Sie? Schlafen Sie hier eigentlich, oder was?"

Comisario González Stimme hatte bereits dieses unangenehme, schrille Krächzen angenommen. Acosta wußte, daß es in diesem Stadium keinen Sinn mehr machte mit seinem Chef zu diskutieren. Er überlegte blitzschnell, wie er die Sache beruhigen konnte. "Na ja," begann er, "ich habe mir natürlich auch Gedanken gemacht ..."

“Blödsinn!", fuhr ihm González über den Mund. "Lesen Sie die Akte. Die Täter konnten bereits ausgeforscht werden!"

"Ach ja? Und was soll ich jetzt noch ...?"

Comisario González verdrehte die Augen. "Das sind Ausländer, Deutsche oder so etwas ähnliches zumindest. Sie sprechen zumindest nur wenig Spanisch. Nehmen Sie Ihren Assistenten mit, wie heißt er doch gleich .... Sabadell?"
"Sabadín," verbesserte ihn Acosta.

"Sabadell, Sabadín, wo ist da der Unterschied?" Comisario González räusperte sich kurz, dann zeigte er auf den Aktenordner. "Ich möchte, daß sie Beide sofort zu diesem deutschen Ehepaar fahren und den Tatort nach Beweisen absuchen." Auf den fragenden Blick von Acosta fuhr er fort: "Wie gesagt, die versteht kein Mensch. Sie dagegen sprechen wegen Ihrer deutschen Mutter hervorragend Deutsch. Also eindeutig ein Fall für Sie!"

Während Inspector Acosta den Ordner aufklappte und begann den Bericht zu lesen, fiel die Tür hinter González unsanft ins Schloß. .....

 

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Etliche tausend Kilometer von La Palma entfernt, in der spanischen Extremadura, im kleinen Städtchen Corazón de Jesús, sah sich der Bürgermeister durch den überraschenden Tod des Postboten Paco gezwungen, sich umgehend nach einem Ersatz umzusehen. Toten sollte man ja niemals Schlechtes nachsagen, aber der Notarzt, der Pacos Tod amtlich bestätigt hatte, deutete doch vorsichtig an, daß übermäßiger Alkoholgenuß unter Umständen nicht ganz unschuldig am Ableben von Francisco Paco Soler y Gómez gewesen sein könnte.

Wie auch immer, und sei es wie es sei, es mußte für einen sofortigen Ersatz des einzigen Postboten gesorgt werden, sonst könnte man ja nicht mal mehr offizielle Bescheide und Zahlungsaufforderungen an die wenigen Einwohner verschicken, wie man von Amts wegen glasklar erkannte.


Wie es der Zufall so wollte, war ein Neffe der Bürgermeisters nicht nur arbeitslos, sondern auch willens diesen Zustand zumindest vorrübergehend zu verändern.

David Delgado, der im Gegensatz dazu was sein Name versprach, eher mehr breit als hoch war, fand sich umgehend in Begleitung seines Onkels an seinem neuen Arbeitsplatz in der Postdienststelle ein.

 

Geschichten über Mord und Totschlag auf La Palma.

 

Die Protagonistin: das schon dezent angegraute Flower-Power-„Girl“ Maria Michaela Biermann, genannt "Mami".

Mami hat Pep, trinkt gern Bier, ermittelt jedoch keinesfalls bierernst. Zusammen mit ihrer besten Freundin Sara Benda tappt sie mehr zufällig-heiter in die Falle der Kriminalfälle und geht der Polizei mit ihrer eigenwilligen „Hilfe“ teils mächtig auf die Nerven.

 

Hier gibt es das komplette Interview von La Palma24 mit dem Autor.